Erneuerbare unterstützen Plan N 2.0 der Deutschen Umwelthilfe zum Um- und Ausbau der Stromnetze

| Energiepolitik

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) setzt sich für einen Um- und Ausbau der Stromnetze mit Augenmaß ein. „Deshalb sind die Vorschläge des Forums Netzintegration der Deutschen Umwelthilfe so wertvoll“, sagt BEE-Geschäftsführer Dr. Hermann Falk. „Der Plan N 2.0 des Forums zeigt, dass die intelligente Verknüpfung von  Stromerzeugung und -verbrauch den Ausbau der Netze in Grenzen halten kann. Das dämpft die Kosten und erhöht die Akzeptanz bei den Bürgerinnen und Bürgern.“

Das von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) initiierte Forum Netzintegration hat den Plan N 2.0 mit fast 60 Institutionen, Unternehmen, Organisationen und Verbänden erarbeitet. Auch der BEE war beteiligt. „Die DUH hat es geschafft, Stromerzeuger, Netzbetreiber und Naturschützer zusammen zu führen“, lobt Falk. Der Spitzenverband der Erneuerbaren Energien unterstützt die Handlungsempfehlungen für eine verbesserte Bürgerbeteiligung und die technische Ausgestaltung des Um- und Ausbaus von Übertragungs- und Verteilnetzen.

Ein wichtiger Punkt des Plans N 2.0 ist es aus Sicht des BEE, dass die Betreiber der Verteilnetze nicht dafür belohnt werden sollen, dass sie bei Starkwind Windräder abschalten. „Die Umwandlung des Stroms in Wärme ist allemal sinnvoller, als ihn wegzuwerfen“, sagt Falk. Die mehr als 900 Verteilnetzbetreiber in Deutschland müssten immer mehr zu Managern des Stromnetzes werden. Systemdienstleistungen würden zunehmend auch auf der Ebene der Verteilnetze erbracht. Der BEE verweist auf den Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD. Danach soll der Netzausbau auf Basis des Ausbaus der Erneuerbaren erfolgen. Der aktuelle Starkwind zeigt nach Einschätzung des BEE, wie wichtig eine dezentrale Verteilung der Erneuerbaren-Standorte ist.

Falk unterstützt auch die jüngste Kritik des Präsidenten der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, an der von Union und SPD geplanten Deckelung des Ausbaus der Erneuerbaren auf 40 bis 45 Prozent Anteil an der Stromerzeugung im Jahr 2025 und 55 bis 60 Prozent 2035. Dieser Korridor liegt nach Aussage Homanns unter den aktuellen Netzausbauszenarien. Wenn die Ausbauvorhaben jetzt wieder revidiert werden müssten, leide die Glaubwürdigkeit gegenüber den Bürgern, so Homann.  

Quelle: BEE e.V.

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