Opa ohne Lobby?

| Energiepolitik

Der Film "Opa ohne Lobby" zeigt die traurige Wirklichkeit einer mächtigen Braunkohlelobby gegen einen einzelnen Bürger aus Proschim, der niemandem etwas getan hat: Opa Kapelle. Er hat 3 Kinder, 5 Enkel und ein arbeitsreiches bewegtes Leben. Ein sympathischer 77jähriger Mann, der im 21. Jahrhundert von seinem Eigentum vertrieben und enteignet werden soll und dabei Heimat, Haus und Hof verlieren wird. Für Braunkohle, die ein ostdeutsches Bundesland an einen schwedischen Staatskonzern verschenken will, der damit Milliardengewinne erzielt und in Deutschland verwüstete Landschaften hinterlässt.

Der Braunkohletagebau Welzow-Süd hat seit seinem Aufschluss in den 60er Jahren bereits 15 Ortschaften liquidiert und mehr als 3.500 Menschen heimatlos gemacht.Trotz Energiewende, Klimawandel und Umweltverschmutzung will der Energiekonzern Vattenfall die extrem klimaschädliche Stromerzeugung aus Braunkohle in großem Maßstab fortsetzen. Für fünf neue Kohlegruben in der deutschen Lausitz sollen nochmals mehr als 3.000 Menschen ihre Heimat verlieren. Ganze Dörfer, Landwirtschafts-, Wald- und Naturschutzgebiete, kleine und mittelständische Existenzen würden dafür für immer vernichtet werden.

Das Planverfahren für den neuen Tagebau Welzow-Süd II droht weitere 1.900 Hektar südlich von Cottbus den Braunkohlebaggern zu opfern und mehr als 800 Menschen zu vertreiben. Zudem würden mehr als 100 Arbeitsplätze vernichtet. Ein erster Entwurf des Plans von 2011 musste wegen heftiger Proteste und gravierender Planungsmängel überarbeitet werden. Nun liegt ein neuer Plan öffentlich aus, der die Betroffenen noch schlechter stellt. Bis zum 17. September 2013 können alle Bürgerinnen und Bürger – egal woher –  gegen diesen unmenschlichen Tagebau einen Einwand erheben. Ob Sie bei der ersten Beteiligung dabei waren oder nicht, ein jeder kann eine wirksame Einwendung gegen den Tagebau Welzow II abgeben!

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