Club-Köpfe: Kommunikation ist alles - Christian Mauch

| Neues aus dem Club

Als Solarbetreiber stand Christian Mauch schon Rede und Antwort für einen Fernsehbeitrag auf N-TV, hier mit dem Kameramann vor seinem Haus mit der PV-Anlage. Foto: Thomas Seltmann

In dieser Serie stellen wir die Menschen vor, die sich im DSC für Solarbetreiber engagieren. Heute Christian Mauch, Solarbetreiber und im Club der „Kommunikator“.

Auf die Idee, mal Vereinsvorstand zu werden, wäre Christian Mauch nicht so schnell gekommen. Eigentlich hatte er nur ein Problem: Im Herbst 2012 installierte er auf der Westseite seines Einfamilienhaus für sich und seine fünfköpfige Familie eine Photovoltaikanlage. Im Sommer 2013 wurde dann die PV-Anlage auf der Ostseite erweitert.

Der Netzbetreiber stellte für eine kurze Besichtigung der Anlage eine Inbetriebnahmegebühr in Höhe von 140 Euro in Rechnung. „Das machte mich stutzig, denn von einer Inbetriebnahmegebühr hatte ich weder im EEG noch sonst irgendwo etwas gelesen. Zumal der Netzbetreiber zur Inbetriebnahme der Anlage gar nichts Konkretes beigetragen hatte. Das hat alles mein Elektriker gemacht, den ich dafür auch bezahlt habe.“

Mauch recherchiert im photovoltiaikforum.com und stößt dort auf einen Hinweis zum DSC. „Ich dachte mir, wenn es da einen Solarbetreiber-Club gibt, können die mir vielleicht helfen. Weil ich das gut fand, hab‘ ich auch gleich den Mitgliedsantrag abgeschickt.“ Kurz darauf war er eines der frühen Mitglieder im Club und einige Zeit später hat auch sein Netzbetreiber die Rechnung storniert.

„Es hat mir gefallen, wie mir die Aktiven des Club geholfen haben und dann wollte ich auch mal ein paar Leute persönlich kennenlernen. So bin ich dann im November 2013 zur Mitgliederversammlung gefahren.“ Dort wurden Vorstandsmitglieder neu gewählt und weil Mauch etwas Freizeit hatte und das Engagement interessant und wichtig fand, stellte er sich zur Wahl.

Auch beruflich hat Christian Mauch mit moderner Technik zu tun. Als Wirtschaftsingenieur bei T-Systems, einem Tochterunternehmen der Telekom, baut er zur Zeit ein Mautsystem für LKWs in Belgien mit auf. Mit seiner Familie bewohnt der Urberliner ein Einfamilienhaus in Hennigsdorf. Dort, auf West- und Ostdach verteilt, betreibt er auch seine 15-Kilowatt-Solarstromanlage. Es gelingt ihm dabei 1.500 Kilowattstunden jährlich direkt zu verbrauchen. Der Rest geht ins Netz.

Weil es ihm gefallen hat, nicht nur anonym via Internet mit anderen Betreibern ins Gespräch zu kommen, sondern auch einen persönlichen Kontakt zu Gleichgesinnten aufzubauen, engagiert er sich im Club besonders für die interne Kommunikation. „Ich bereite beispielsweise die regelmäßigen Telefonkonferenzen vor, in denen sich Vorstand und aktive Mitglieder austauschen und aktuelle Themen und Projekte besprechen.“ Daneben hat er eine Online-Kommunikationsplattform vorangetrieben, die jetzt den Informationsaustausch und die Zusammenarbeit der Mitglieder vereinfachen soll.

Mauch findet es wichtig, dass der DSC viele Mitglieder bekommt, „damit sich der Club aktiv um wichtige Themen für die Betreiber kümmern kann, sei es gegenüber der Politik oder ganz praktische technische und rechtliche Hilfe bei Problemen. Wir Anlagenbetreiber selbst müssen dafür sorgen, dass wir nicht ständig neue Bürokratie und Kosten aufgebrummt bekommen, wie das die Bundesregierung zur Zeit tut.“

Wenn er beim Wirtschaftsminister einen Wunsch frei hätte, würde er ein Förderprogramm für dezentrale Batteriespeicher fordern, das diese Technik genauso erfolgreich in den Markt bringt und Kosten senkt, wie es das EEG für die Photovoltaik erreicht hat.

Autor: Thomas Seltmann

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