" fairkehrt" Flüge, Fahrräder, Emotionen

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Warum nicht mal eine Amsterdamerin zur Berliner Bürgermeisterin wählen?

Heute aus gegebenem Anlass nochmals ein Wort zu guten und schlechten Fluggründen. Kritische Leserinnen und Leser haben mir angesichts eines Fluggeständnisses – Dienstreise nach Riga – vorgehalten, meine Ausreden seien Schall und Rauch und eine Menge Kohlendioxid. Wer will, der könne auf das klimaschädliche Fliegen ganz verzichten. Das ist ein edler Standpunkt, den ich respektiere. Allerdings war ich letzte Woche noch einmal ohne Reue mit dem Flugzeug in Lettland im Dienste der dortigen Regierung, die im Moment die EU-Präsidentschaft 2015 vorbereitet. Angesichts der Ukraine-Krise bin ich auch froh darüber, dass jeden Tag lettische, litauische und estnische Beamte nach Brüssel fliegen.

Die ehemaligen Sowjetrepubliken sind bekanntlich Teil unserer Heimat, der Europäischen Union, und sie müssen die gemeinsame EU-Gesetzgebung täglich in Brüssel mit ihren deutschen Kolleginnen und Kollegen von Angesicht zu Angesicht verhandeln. Das finde ich großartig! Lang lebe die EU und lang lebe das Europäische Parlament!

Natürlich ist der Kraftstoffverbrauch für einen solchen innereuropäischen Flug nicht ohne. Etwas langsamere Propellermaschinen können übrigens ­bereits heute eine wesentliche Einsparung bringen. Ich flog in einer Bombardier Turboprop, die 30 bis 40 Prozent weniger Sprit braucht als vergleichbare Jetmaschinen. Ich bin mir der Zielkonflikte in Sachen Klimaschutz weiterhin bewusst. Doch neben Slowfood könnte auch Slowflight eine interessante Bewegung werden...

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